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Brauch in den Rauhnächten
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Gruppenfoto
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Woher dieser Brauch stammt ist nicht eindeutig geklärt. Die Meinung der
Volkskundler und Heimatpfleger gehen dabei stark auseinander. Das liegt vor allem daran, dass es größe Regionale Unterschiede bei den Rauhnachtstraditionen gibt und kaum schriftliche Überlieferungen vorhanden sind. Das meiste, was wir heute wissen, geht auf mündliche Erzählungen zurück und aus diesen Erzählungen heraus, sind verschiedene Varianten, die den Ursprung der Rauhnächte erklären, entstanden. Zum einen stecken die kalten und langen Winternächte und der Heidnische Volksglaube dahinter. Den unsere Germanischen Vorfahren gingen davon aus, dass sich die bösen Geister und Dämonen in den langen und kalten Winternächten wo Schneegestöber oder Stürme tobten, herumtrieben. Seit dem Urbeginn der Menschheit ist der Glaube an die Existenz böser Geister und Dämonen lebendig. Die Angst vor den Geistern ist bis in die heutige Zeit, zum Teil bei älteren Menschen noch vorhanden. Man schreibt diesen Geistern eine unheimliche Macht zu. Sie werden gefürchtet, weil sie Unheil für Mensch und Tier bringen können: So zum Beispiel Unglück, Krankheit, Not, Missernten und Naturkaterstrophen. Zu gewissen Zeiten, so der überlieferte Glaube, können die Dämonen besonders gefährlich werden. Dies gilt für die sogenannten Rauhnächte, zu denen die Thomasnacht 21. Dezember (ist auch zugleich Tag der Wintersonnwende), die Andreasnacht, die Weihnacht, die Neujahrsnacht, die Dreikönigsnacht sowie Lichtmess zählen. Die Höchste aller Rauhnächte ist die Nacht vom 5. auf 6. Januar. In unserer Region (im Rottal) fallen die zwölf Rauhnächte auf die Zeit zwischen Weihnachten und Heilig-Drei-König. Die Rauhnächte bezeichnet man als die Wiederkehr der Seelen, die als "wilde Jagd" über das Land brausen. Zu ihren Gefolge zählen Hexen, Druden, Tod und Teufel. In verschiedenster Weise versuchten unsere Ahnen, die an diese Geister, Dämonen und Unholde glaubten, sich vor deren Einwirkung zu schützen, Entweder man stimmte diese Geister durch Bewirtung von Gaben gnädig. Zum vertreiben dieser bösen Gesellen waren wirksam: Zauber und Bannsprüche, Gebete, Lärmen und Ausräuchern, aber besonders wirksam waren Maskenumzüge. Früher zog man von Haus zu Haus, um eben diesen Brauch vorzutragen, bei denen mit Sprüchen und rhythmischen Tänzen die Fruchtbarkeit auf den Feldern herbeigerufen wurde. Mit dem Spruch Heit is Rauhbacht, wer hots aufbracht bat man die Leute um eine kleine Spende. Als Danke dafür bekamen die Rauhnachtsläufer, auch Klopfersleut genannt, Kletzen, Krapfen und andere Gaben. |